2012–2023
IBA Thüringen

STADT­LAND

Die IBA Thüringen hat STADTLAND zu ihrem Thema gemacht. Über mehr als zehn Jahre nimmt sie die kleinteilige Siedlungsstruktur des Freistaates Thüringen zum Ausgangspunkt und legt den Fokus auf die Wechselwirkungen von Stadt und Land. Geschäftsführerin der IBA Thüringen ist seit 2014 Marta Doehler-Behzadi. Gemeinsam mit den Akteuren vor Ort entwickeln sie und ihr Team ressourcenbewusste Projekte mit gemeinwohlorientierten Werten. Die IBA Thüringen motiviert ihre Projektträger zu innovativen STADTLAND Projekten, unterstützt kooperative Prozesse und fördert exzellente Gestaltung.

Der Begriff STADTLAND steht für veränderte Beziehungen zwischen Individuen und Natur, Siedlung und Landschaft sowie Gesellschaft und ihren Ressourcen. Der IBA Thüringen geht es um einen veränderten „gesellschaftlichen Stoffwechsel“. Durch gleichberechtigte und innovative Stadt-Land-Beziehungen sollen Probleme (besser) gelöst werden. Der Regionalbezug wird zur thematischen Klammer für Diskurse und Projekte der IBA Thüringen. Die Arbeit mit den STADTLAND-Projekten konzentriert sich auf drei thematische Schwerpunkte, wo Umdenken und Umbauen, Kooperationen und eine Kultur des guten Planens und Bauens in Stadt und Land im Mittelpunkt stehen.

Im Jahr 2019 wird der erreichte Arbeitsstand des IBA Prozesses in einer Werkschau dokumentiert, 2023 wird die Abschlusspräsentation stattfinden. Die Ergebnisse und Erkenntnisse der IBA Thüringen sollen in das Alltagshandeln von Politik und Verwaltung, Zivilgesellschaft und Unternehmen einfließen und Veränderungen bewirken, die über das IBA Finale fortwirken.

Die IBA Thüringen GmbH wurde 2012 auf Beschluss der Thüringer Landesregierung gegründet. Der Freistaat Thüringen ist einziger Gesellschafter. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen durch Haushaltsmittel des Freistaates, IBA Projekte genießen eine Vorrangförderung im Freistaat.

www.iba-thueringen.de

Der Eiermannbau in Apolda ist ein prominentes Beispiel für den Leerstand in Thüringen. Nach über 20 Jahren ohne Nutzung hat sich die IBA Thüringen dem Gebäude angenommen und entwickelt es als Initiativprojekt. 2018 verlegt sie ihren Geschäftssitz in den Eiermannbau und entwickelt ihn als Open Factory. Foto: Thomas Müller
Lange war die St. Annen-Kapelle in Krobitz aus dem 11. Jahrhundert ungenutzt. Im Juni 2017 eröffnete hier die skulpturale Arbeit ‚organ’ von Carsten Nicolai. Die gasbetriebene ‚Flammenorgel’ zieht seitdem wieder zahlreiche Besucher in den Ort. Sie ist Teil des Projektes ‚STADTLAND:Kirche’, das neue Ideen für die Umnutzung leerstehender Kirchengebäude anschiebt. Foto: Thomas Müller
Rückblick auf zwei Monate STADTLAND Sommer, das erste Meilensternjahr der IBA Thüringen. 2019, im Jahr des 100. Bauhausjubiläums, gibt es die IBA Werkschau, 2023 präsentiert die IBA Thüringen ihre Ergebnisse. Foto: Thomas Müller
Wie kann aus einer Gewerbebrache zwischen Flüchtlingsunterkunft und Wohngebäuden ein Motor für Austausch, Lernen, Arbeit und Freizeit im Quartier werden? Bei einer Sommerwerkstatt legten die Anwohner den Grundstein für ein Raumprogramm und Zukunftsperspektiven. Foto: Thomas Müller
Start der ersten Umbaustelle am Bahnhof Rottenbach. Mit der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und Verkehrsverknüpfungspunktes mit ‚STADTLAND:Inseln’ nimmt das ’Tor ins Schwarzatal‘ Gestalt an. Foto: Thomas Müller