IBA-Ter­ras­sen, Großräschen-Süd

Vom Berg­bau zur Seenlandschaft

Die IBA see hat Konzepte für das Lausitzer Seenland entwickelt, die neue touristische Nutzungsmöglichkeiten und wirtschaftliche Chancen eröffnen. Beispielgebende Bauten wie die IBA-Terrassen verdeutlichen den Qualitätsanspruch, den die neue Architektur im neuen Seenland einnimmt. 

Wohl kaum eine andere Stadt in der Niederlausitz hat sich in den letzten 20 Jahren so stark verändert wie die ehemalige Bergbaustadt Großräschen. Ihre südliche Stadthälfte verschwand fast vollständig im Tagebau. Ausgerechnet dort liegt heute ihre Zukunft – als Stadt am See. Hier zeigt sich der Strukturwandel besonders deutlich. 2007 wurden unter reger Anteilnahme der Bevölkerung symbolisch die Ventile geöffnet und die Grube Meuro geflutet. Seitdem füllt sich der Großräschener See. Schon vor Beginn der Flutung wurde hier das Besucherzentrum Lausitzer Seenland eröffnet, das über alle Aktivitäten der IBA informierte. Diese IBA-Terrassen sind das Ergebnis eines internationalen Wettbewerbs zur Errichtung eines Informationszentrums für die IBA see. Gebäude und angrenzende Freiflächen der Terrassen wurden so konzipiert, dass sie auch nach der IBA see weitergenutzt werden können. So entstand ein einprägsamer Ort, ein beliebter Anlauf- und Aussichtspunkt sowie ein neues Wahrzeichen für Großräschen am See. 

Adresse:
Besucherzentrum IBA-Terrassen
Seestraße 100, 01983 Großräschen

Projektbeteiligte:
Bauherren: Stadt Großräschen, Land Brandenburg, IBA Fürst-Pückler-Land  
Architekt: Ferdinand Heide Architekt BDA (Frankfurt am Main)
Weitere Partner: Seehotel Großräschen, iba-tours

Quellen und weitere Informationen: 
www.iba-terrassen.de
www.iba-see2010.de
www.iba-tours.de

Der See ist seit 2007 in Flutung – die Visualisierung zeigt den zukünftigen Wasserstand unterhalb der IBA-Terrassen. Ab 2018 können hier Fahrgastschiffe anlegen, 2008. Foto: Profifoto Kliche
Die Pavillons der IBA-Terrassen beherbergen heute ein Café, einen Ausstellungs- und Veranstaltungsort sowie ein IBA-Tourenbüro, 2012. Foto: Detlef A. Hecht
Die IBA-Terrassen mit Weinhang sowie die Seebrücke, bestehend aus Teilen eines Tagebaugroßgerätes, 2014. Foto: Detlef A. Hecht
Unmittelbar am Tagebaurand, der künftigen Uferkante des Großräschener Sees, entstanden die IBA-Terrassen als Informations- und Ausstellungsort – hier noch im Bau, 2003. Foto: Radke / LMBV